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Les aveux de l'organisateur de l'attentat de Sarajevo en 1914


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Un article sur les aveux de l'organisateur de l'attentat de Sarajevo qui ont été retrouvés en 1953 mais peu exploités jusqu'à maintenant.

 

Outre le fait (déjà connu) que l'attentat a été organisé et exécuté par l'armée serbe, il reconnait surtout que l'attentat a été financé par la Russie et que l'attaché militaire russe a garanti la protection de la Russie en cas de réaction austro-hongroise même si il n'est pas sur (c'est discuté par d'autres sources) qu'il avait connaissance de la cible exacte.

 

En gras les aveux

Le texte original :

Zusammenfassung

In dem Artikel wird die Aufmerksamkeit auf ein Dokument gelenkt, in dem

Hinweise auf einen möglichen russischen Hintergrund der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und dessen Ehefrau am

28. Juni 1914 in Sarajevo enthalten sind. Das fragliche Dokument stammt aus der

Feder des Hauptorganisators dieses verhängnisvollen Mordanschlags, des Chefs

des serbischen militärischen Geheimdiensts, Oberst Dragutin Dimitrijević-Apis.

Geschrieben wurde es im Frühjahr 1917, als Dimitrijević-Apis angeklagt war,

einen weiteren Mordanschlag organisiert zu haben, diesmal auf den serbischen

Regenten Aleksandar. Dimitrijević-Apis legt dar, er habe die endgültige Entscheidung zur Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand erst gefasst, als ihm

der russische Militärattaché in Belgrad, Oberst Viktor Artamanov (in anderen

Quellen Artamonov), versichert hatte, Russland werde Serbien im Falle eines

österreichischen Angriffs nicht im Stich, d.h. nicht ohne militärische Unterstützung lassen.

Schlüsselwörte

Beginn des 1. Weltkriegs, Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo 1914, Dragutin Dimitrijević-Apis als Hauptorganisator der Attentatsverschwörung, mögliche russische Komplizenschaft an der Verschwörung

Резюме

Основная цель настоящей заметки — обратить внимание исследователей

на документ, в котором содержится намёк на возможное тайное участие

России в убийстве наследника австрийского престола эрцгерцога Франца

Фердинанда и его супруги 28 июня 1914 г. в Сараеве. Этот документ был

написан в 1917 г. основным организатором фатального убийства — главой

сербской военной тайной разведывательной службы полковником Драгутином Димитриевичем (Аписом) в то время, когда он был обвинен в организации очередного подобного покушения на сербского принца-регента

Александра. Димитриевич-Апис пишет, что он принял окончательное решение об убийстве эрцгерцога Франца Фердинанда только после того, как

был заверен российским военным атташе в Белграде полковником Виктором Артамановым (известным также как Артамонов) в том, что Россия не

оставит Сербию без военной поддержки в случае австрийского нападения.

Ключевые слова

начало Первой Мировой войны, убийство эрцгерцога Франца Фердинанда

в Сараеве в 1914 г., Драгутин Димитриевич (Апис) как основной организатор покушения, возможное участие России в покушении

Das Attentat von Sarajevo, dem am späten Vormittag des 28. Juni 1914 der

österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este und dessen Gemahlin Herzogin Sophie von Hohenberg zum Opfer fielen, gilt in der historiographischen Literatur zur Vorgeschichte des 1.

Weltkriegs unbestritten als dasjenige Ereignis, durch das eine Kette von politischen, diplomatischen und schließlich auch militärischen Aktionen in Gang

gesetzt wurde, die schließlich Ende Juli/Anfang August in den Ausbruch des

Krieges münden sollten.

Selbstverständlich nahmen die österreichischen Behörden sogleich nach

der Verhaftung des erfolglosen Bombenwerfers Nedeljko Čabrinović, des

Todesschützen Gavrilo Princip und deren vier Mitverschwörer, die entlang

der geplanten Fahrstrecke des erzherzoglichen Autokonvois postiert gewesen waren, Ermittlungen auf, um Aufschluss über mögliche Hintermänner

und (Mit)Organisatoren des Attentats zu gewinnen. Die Ergebnisse, zu denen sie in den nicht ganz vier Wochen zwischen dem Anschlag und der Übergabe der auf 48 Stunden befristeten diplomatischen Begehrnote des Wiener

Außenministeriums an die serbische Regierung am 23. Juli gelangt waren,

fanden ihren Niederschlag in den in dem „Ultimatum“ vorgebrachten Forderungen. Insbesondere wurde dort unter Punkt 7 verlangt, „mit aller Be-

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schleunigung die Verhaftung des Majors Voija Tankosić und eines gewissen

Milan Ciganović, serbischen Staatsbeamten, vorzunehmen, welche durch die

Ergebnisse der Untersuchung kompromittiert sind“ [Gooß 1930: 230 f.]. Milan Ciganović war ein Kontaktmann zwischen Nedeljko Čabrinović und Gavrilo Princip einerseits und dem Major Vojislav Tankosić gewesen, der dafür

gesorgt hatte, dass Čabrinović und Princip in Belgrad im Bombenwerfen und

Pistolenschießen geübt worden waren. Durch die Hände von Tankosić waren

auch die Waffen – vier Pistolen belgischer Provenienz und sechs Bomben aus

dem serbischen Armeearsenal in Kragujevac [Albertini 1952: 58] – gegangen, die mit Hilfe serbischer Grenzbeamter nach Bosnien geschmuggelt worden waren.

Bis zur Formulierung und Übergabe des „Ultimatums“ an die Belgrader

Regierung war es den österreichischen Ermittlungsbeamten allerdings nicht

gelungen, die zentrale serbische Figur namhaft zu machen, in deren Auftrag

Tankosić und Ciganović gehandelt hatten, den Oberst (пуковник) Dragutin Dimitrijević, genannt Apis, den Chef des militärischen Geheimdienstes

(обавештајно одељење) des serbischen Generalstabs, dessen „right hand

man“ Tankosić gewesen war [Albertini 1952: 55]. Dimitrijević-Apis war

Mitgründer und Mitglied der Obersten Zentralleitung der Geheimorganisation „Уједињење или смрт“ („Vereinigung oder Tod“), der berüchtigten

„Црна рука“ („Schwarze Hand“). Er war schon 1903 führend an der Vorbereitung und Durchführung der Ermordung des serbischen Königs Aleksandar

Obrenović und dessen Gemahlin beteiligt gewesen, bereits damals zusammen

mit Tankosić [ibid.]. Wäre die Rolle, die Dimitrijević-Apis bei der Vorbereitung des Attentats von Sarajevo gespielt hatte, den österreichischen Ermittlern im Juli 1914 bekannt geworden, so hätte dieser Umstand mit Sicherheit in

dem „Ultimatum“ seinen Niederschlag gefunden, wären dessen Forderungen

noch entschiedener und umfassender ausgefallen. Zumindest wäre die Verhaftung und Aburteilung des Obersten gefordert worden.

Noch wichtiger aber erscheint folgende Überlegung: Wäre das Wiener

Außenministerium im Juli 1914 in der Lage gewesen, die europäischen Regierungen, insbesondere die der Großmächte, und die europäische Öffentlichkeit

glaubhaft wissen zu lassen, dass eine zentrale Figur des serbischen Militärapparats führend an der Vorbereitung der Ermordung des Thronfolgers einer

benachbarten Großmacht beteiligt gewesen war, dann erscheint es zumindest

als zweifelhaft, ob es v.a. der russischen, aber auch der französischen Regierung in der Julikrise möglich gewesen wäre, die Auffassung zu vertreten, das

offizielle Serbien habe mit dem Attentat nichts zu tun gehabt, und der serbischen Regierung bei ihrer Ablehnung der zentralen Forderungen des „Ultimatums“ den Rücken zu stärken. „Tatsächlich hätte eine objektive Untersuchung

die Zusammenhänge zwischen den Attentätern und königlich-serbischen Of-

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fizieren ans Licht gebracht und den internationalen Kredit der Serben vollends

zerstört“ [Rose 2011: 109]. „Hinter dem Beharren auf der eigenen Souveränität stand vor allem die Befürchtung, dass die Hintergründe des Attentats in

Serbien und das Ausmaß der Verwicklung staatlicher Akteure und Institutionen international bekannt werden könnten“ [Leonhard 2014: 100].

Dass ein Bekanntwerden der Rolle Dimitrijević-Apis’ auch nach dem 1. Weltkrieg die Position Serbiens in der Diskussion um die Ursachen dieses weltumspannenden militärischen Konflikts außerordentlich geschwächt hätte, zeigt

allein schon die Tatsache, dass die amtlichen Stellen Jugoslawiens nach Kräften

bemüht waren, alle Hinweise auf diese Rolle nach Möglichkeit geheimzuhalten

und zu unterdrücken. Insbesondere wurde das entscheidende Dokument, das

diese Rolle in aller Deutlichkeit erkennen lässt, unter Verschluss gehalten.

Um was für ein Dokument handelt es sich hierbei? – Nach dem Rückzug

der serbischen Armee nach Griechenland im Jahr 1915 wurde DimitrijevićApis Ende 1916 zusammen mit einer Anzahl weiterer Offiziere und mit Rade

Malobabić, einem seiner Mitarbeiter seit 1913, verhaftet und 1917 in Saloniki

vor ein Militärgericht gestellt, wo gegen sie vom 20. März bis zum 23. Mai

a.St. verhandelt wurde. Angeblich hatte er sich im Rahmen der Geheimorganisation „Уједињење или смрт“ an „umstürzlerischen Tätigkeiten“ beteiligt

sowie Rade Malobabić und Muhamed Mehmedbašić, den einzigen der sechs

Verschwörer von Sarajevo, dem die Flucht gelungen war, gedeckt, die beide beschuldigt wurden, im August 1916 ein Attentat auf den Prinzregenten

Aleksandar versucht zu haben. Dimitrijević-Apis, acht weitere angeklagte Offiziere und Rade Malobabić wurden am 23. Mai 1917 a.St. wegen Hochverrats

zum Tode verurteilt. Die meisten Verurteilten wurden allerdings begnadigt

und nach Verbüßung kurzer Haftstrafen in Freiheit gesetzt. Nicht begnadigt

wurden Dimitrijević-Apis, der Major Velimir Vuletić und Rade Malobabić. Am

12. Juni 1917 a.St. wurden diese drei Verurteilten auf einem Feld in der Nähe

von Saloniki durch Erschießen hingerichtet.

1953 wurde in Belgrad in einer Monographie zur „Wahrheit über den Prozess von Saloniki“ („Истина о Солунском процесу“) von Borivoje Nešković

ein vier Seiten langer Text veröffentlicht, den Dimitrijević-Apis am 28. März

1917 a.St. dem gegen ihn und andere Angeklagte verhandelnden Offiziersgericht vorgelegt hatte und in dem er sich ohne Umschweife dazu bekennt, das

Attentat gegen Erzherzog Franz-Ferdinand geplant zu haben (vgl. ein vollständiges Facsimile dieses Textes samt Transliteration bei Nešković [1953:

276–281]). Bereits während des 2. Weltkriegs war nach der Besetzung Belgrads durch deutsche Truppen im serbischen Außenministerium ein Konzept

dieses Bekenntnisses gefunden und in Deutschland veröffentlicht worden

[Uebersberger 1943; Nešković 1953: 276].1

1 Zur Rolle von Dimitrijević-Apis bei der Planung und Organisation des Attentats

Ein russischer Schatten

auf dem Attentat von Sarajevo

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In seinem Bekenntnis schreibt Dimitrijević-Apis:

. . . ја сам осећајући да се Аустрија спрема за рат са нама мислио, да ће нeстанком

престолонаследника аустриског војничка странка и струја, којој је он на челу

био, изгубити своју јачину и да ће на тај начин ратна опасност од Србије бити

отклоњена или ће бар за нешто бити одложена, те сам због тога ангажовао

Малобабића, да приликом заказаног доласка Фердинандовог у Сарајево

организује атентат на њега. [. . .] Малобабић је извршио мој налог, организовао

је и извршио атентат [Nešković 1953: 277 f.].

In deutscher Übersetzung:

. . . habe ich, weil ich spürte, dass sich Österreich auf einen Krieg mit uns vorbereitete,

geglaubt, dass durch das Verschwinden des österreichischen Thronfolgers die

Kriegspartei und die Strömung, an deren Spitze er stand, ihre Stärke einbüßen und

dass auf diese Weise die Kriegsgefahr von Serbien abgewendet oder wenigstens

etwas hinausgeschoben würde, Malobabić damit beauftragt, bei der Gelegenheit des

angekündigten Besuchs Ferdinands in Sarajevo ein Attentat auf ihn zu organisieren.

[. . .] Malobabić führte meinen Auftrag aus, organisierte das Attentat und führte es aus.

Wichtig ist nun noch folgendes Détail aus dem Apisschen Bekenntnistext. An

der im vorangehenden Zitat durch Punkte markierten Stelle heißt es unmittelbar weiter:

На ово сам се решио дефинитивно, тек онда кад ми је Артаманов дао уверење, да

нас Русија неће оставити без заштите ако нас Аустрија нападне [Nešković 1953:

277].

In deutscher Übersetzung:

Dazu habe ich mich definitiv erst dann entschlossen, als mir Artamanov versicherte,

Russland würde uns nicht im Stich [wörtlich: ohne Verteidigung] lassen, sollte uns

Österreich angreifen.

Von seinen Attentatsabsichten, so Dimitrijević-Apis weiter, habe er allerdings

seinem Gesprächspartner bei dieser Gelegenheit nichts mitgeteilt.

Oberst Viktor Artamanov (in anderen Quellen Artamonov), der russische Militärattaché in Belgrad, hatte schon vorher die Propagandatätigkeit

der „Schwarzen Hand“ aktiv unterstützt [Albertini 1952: 83 f.]. Nach dem

1. Weltkriеg hat Artamanov offen seine einstigen engen Beziehungen zu

Dimitrijević-Apis zugegeben. Еbenfalls nach dem Krieg hat Hauptmann Aleksandr Večkovskij, 1914 ein Mitarbeiter Artamanovs, seinem ehemaligen Chef

und dessen serbischem Partner widersprechend, ausgesagt, Dimitrijević-Apis

von Sarajevo vgl. in dem grundlegenden Werk von Albertini [1952: 68–82].

Albertini konnte allerdings noch nicht das ja erst 1953 veröffentlichte Bekenntnis des

Geheimdienstmajors kennen, wusste nur etwas von Gerüchten über die Existenz dieses

Dokuments.

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habe Artamanov durchaus von dem geplanten Anschlag unterrichtet und dieser habe in St. Petersburg bei ungenannten offiziellen Stellen Erkundigungen

nach den möglichen Folgen einer solchen Tat eingeholt [ibid.: 86, Fußnote 1;

King, Woolmans 2013: 181 f.].2

Von Artamanоv stammten nach dem Geständnis von DimitrijevićApis auch die finanziellen Mittel für ein „мали хонорар“, das die „главни

учесници његови“, d.h. die Hauptbeteiligten des Attentats, durch Vermittlung von Radе Malobabić erhalten hätten [Nešković 1953: 278].

Es ist bemerkenswert, dass die Veröffentlichung von Dimitrijević-Apis’

Geständnis durch Borivoje Nešković aus dem Jahre 1953 zwar nicht vollständig unbemerkt geblieben ist (vgl. etwa [Gavrilović 1955]), bis heute aber

nicht die ihr gebührende Beachtung gefunden hat. In zahllosen Darstellungen der Vorgeschichte des 1. Weltkriegs aus jüngerer Zeit fehlt jeglicher

Hinweis auf diesen Text. Als besonders bemerkenswertes Beispiel für diese

Lücke sei das vieldiskutierte Buch „The Sleepwalkers. How Europe Went to

War in 1914“ von Christopher Clark genannt, in dem es sogar ausdrücklich

heißt, dass Dimitrijević-Apis „left no straightforward account of his motives“

[Clark 2012: 48] – eine Aussage, die eindeutig nicht zutrifft. Der vorliegende

Beitrag dient daher in erster Linie der Absicht, darauf hinzuwirken, dass das

von dem Hauptorganisator des verhängnisvollen Anschlags vom 28. Juni 1914

im Jahre 1917 aufgesetzte Bekenntnisschreiben bei Untersuchungen und Darstellungen des Weges, der in die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts führen

sollte, gebührend beachtet und berücksichtigt wird.

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2 Zur Frage nach der Mitwisserschaft Artamanovs hinsichtlich der Planung des Attentats

vgl. bei Albertini [1952: 82–86] – den Abschnitt „The Artamanov Question“ und:

[Sosnosky 1929: 188; Uebersberger 1943: 432 f.; Kiszling 1953: 286; Uebersberger 1958: 289 f., 297–300; Bühler 1960: 370; Dedijer 1978: 211–233; Lieven 1983:

139 f.; MacKenzie 1989: 129–131; Williamson 1991: 196 f.; Williamson, May 2007:

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Werner Lehfeldt

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Werner Lehfeldt

Georg-August University of Göttingen

А Russian Shadow over the Assassination in Sarajevo

Abstract

The main purpose of the present note is to draw attention to a document that

contains hints of a possible Russian background to the assassination of the

successor to the Austrian throne, Archduke Franz Ferdinand, and his wife on

28 June 1914 in Sarajevo. This document was written by the main organizer of

this disastrous murder, the chief of the Serbian military secret service, Colonel

Dragutin Dimitrijević-Apis, in 1917, when Dimitrijević-Apis was accused of

having organized another such attempt on the Serbian regent Aleksandar.

Dimitrijević-Apis writes that he made the final decision to organize the murder

of Archduke Franz Ferdinand only after he had been assured by the Russian

military attaché in Belgrade, Colonel Viktor Artamanov, that Russia would not

leave Serbia without military support in case of an Austrian attack.

Keywords

beginning of World War I, assassination of Archduke Franz Ferdinand in Sarajevo 1914, Dragutin Dimitrijević-Apis as the main organizer of the assassination plot, possible Russian complicity in the plot

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Werner Lehfeldt

Seminar für Slavische Philologie

Georg-August-Universität Göttingen

 

Ma traduction :

L'article attire l'attention sur un document dans lequel des indications d'une éventuelle origine russe de l'assassinat de l'héritier autrichien du trône l'archiduc François-Ferdinand et de son épouse  à Sarajevo le 28 juin 1914.

Le document en question provient de l'organisateur en chef de cette tentative d'assassinat, le patron

des services secrets militaires serbes, le colonel Dragutin Dimitrijević-Apis.

Il a été écrit au printemps 1917, lorsque Dimitrijević-Apis a été accusé d’avoir organisé une autre tentative d'assassinat, cette fois sur le prince régent serbe Régent Alexandre.

Dimitrijević-Apis déclare qu'il n'a pris la décision finale d'assassiner l'archiduc François-Ferdinand qu’après avoir pris contact avec l'attaché militaire russe à Belgrade, le colonel Viktor Artamanov (selon  d'autres Sources Artamonov), qui l’a assuré que la Russie soutiendrait la Serbie en cas d'une

attaque autrichienne, c'est-à-dire qu’il n’est pas parti sans soutien militaire.

Abstract :

Le but principal de cette note est d’attirer l'attention des chercheurs sur un document qui contient un soupçon d'implication secrète possible de la Russie dans l'assassinat de l'héritier du trône d'Autriche, l'archiduc François Ferdinand et sa femme le 28 juin 1914 à Sarajevo

Ce document a été écrit en 1917 par le principal organisateur du meurtre fatal, qui dirigeait à l’époque les services secrets militaires serbes, le colonel Dragutin Dimitrievich (Apis), à l'époque où il était accusé d'avoir organisé un autre attentat contre la vie du prince régent serbe Alexandre.

Dimitrievich-Apis écrit qu'il a pris la décision finale sur l'assassinat de l'archiduc François-Ferdinand seulement après avoir reçu l’assurance par l'attaché militaire russe à Belgrade, le colonel Viktor Artamanov (également connu sous le nom d'Artamonov), que la Russie n'avait pas l’intention de laisser la Serbie sans soutien militaire en cas d'attaque autrichienne.

La tentative d'assassinat à Sarajevo qui  a eu lieu en fin de matinée du 28 juin 1914 contre l'héritier austro-hongrois du trône, l'archiduc François-Ferdinand d'Autriche-Este, et son épouse, la duchesse Sophie von Hohenberg, est incontestement l'événement qui a déclenché une chaîne d'actions politiques, diplomatiques et, finalement, militaires qui a finalement éclaté fin juillet/début août pour  se terminer par la guerre.

Bien entendu, les autorités autrichiennes ont immédiatement fait suivre l'arrestation du lanceur de bombes infructueux Nedeljko Čabrinović, du tireur mortel Gavrilo Princip et de leurs quatre co-conspirateurs qui avaient été positionnés sur le trajet prévu du convoi de voitures archiducales, par des enquêtes pour faire la lumière sur d'éventuels commanditaires et identifier les organisateurs de l'attentat.

Les résultats, auxquels ils sont parvenus en moins de quatre semaines entre l'attentat et la remise de la note diplomatique de Vienne, limitée à 48 heures par le ministère des Affaires étrangères,  a été remise au gouvernement serbe le 23 juillet, se sont reflétés dans les demandes formulées dans l'« ultimatum » avec l'arrestation du major Voija Tankosić et d'une certaine personne connue comme Milan Ciganović, fonctionnaire de l'État serbe].

 Mi lan Ciganović était un contact entre Nedeljko Čabrinović et Gav rilo Princip d'une part et le major Vojislav Tankosić qui était le responsable et qui avait veillé à ce que Čabrinović et Princip s’entrainent à Belgradeau jet de bombes et au tir au pistolet avait été pratiqué.

C’st aussi à travers Tankosić que les armes - quatre pistolets d'origine belge et six bombes de

l'arsenal de l'armée serbe à Kragujevac [Albertini 1952 : 58] - qui avait été introduit clandestinement en Bosnie avec l'aide des gardes-frontières serbes, nt été remises aux assassins.

Jusqu'à la formulation et la remise de l'« ultimatum » aux Belgradois, le gouvernement et les enquêteurs autrichiens n’avaient pas réussi à connaître le nom de la figure centrale serbe du complot.

Tankosić et Ciganović avaient agi sur ordre du colonel (пуковник) Dragu tin Dimitrijević, appelé Apis, le chef du renseignement militaire, (обавештајно одељење) de l'état-major général serbe, dont « le bras droit avait été Tankosić [Albertini 1952 : 55].

 Dimitrijević-Apis était aussi Co-fondateur et membre de la Direction centrale suprême de l'organisation secrète "Уједињење или смрт" ("Association ou mort"), la célèbre"Црна рука" ("Main Noire").

En 1903, il avait été était un chef de file dans la préparation et l'exécution de l'assassinat du roi serbe Aleksandar Obrenović et sa femme, toujours avec Tankosić [ibid.].

Si le rôle que Dimitrijević-Apis a joué dans la préparation de la tentative d'assassinat à Sarajevo avait été connu des enquêteurs autrichiens en juillet 1914, cette circonstance aurait certainement été précisé dans l' « ultimatum », avec des exigences encore plus décisives.

Au minimum l'arrestation et le procès du colonel auraient été nécessaires.

Mais la considération suivante semble encore plus importante : le ministère des Affaires étrangères de Vienne  en juillet 1914 aurait pu fournir aux gouvernements européens, en particulier ceux des grandes puissances, et aux opinions publiques européennes une thèse crédible à savoir qu'une figure centrale de l'appareil militaire serbe a organisé la préparation de l'assassinat de l'héritier du trône.

Si la puissance voisine avait été impliquée, alors au moins il semble douteux qu'il eût été possible, surtout, pour le gouvernement russe, mais aussi pour le gouvernement français dans la crise de juillet, de considérer que la Serbie officielle n'avait rien à voir avec la tentative d'assassinat et ainsi de  soutenir le gouvernement serbe dans son rejet des exigences centrales de l'« ultima tum ». « En effet, cela aurait été une enquête objective les liens entre les assassins et le royal serbe »].

« La principale raison pour laquelle on insistait sur le respect de la souveraineté serbe était la crainte que l'arrière-plan de l'attaque puisse être découverte et que la Serbie, les acteurs et les institutions étatiques impliquées puissent devenir connus au niveau international » [Leonhard 2014 : 100].

Il montre que si le rôle de Dimitrijević-Apis avait été connu, même après la Première Guerre mondiale, la position de la Serbie dans la discussion sur les causes de ce passionnant conflit militaire mondial aurait été considérablement affaiblie.

Le seul fait que les autorités yougoslaves ont fait de leur mieux pour essayer de garder secrètes toutes les références à ce rôle autant que possible et de supprimer toute preuve.

En particulier, pour ce document crucial, le rôle de ?? peut être clairement vu et a été  gardé sous clé

De quel type de document s'agit-il ?

 Après la retraite de l'armée serbe en Grèce en 1915, Dimitrijević Apis a été arrêté à la fin de 1916 avec un certain nombre d'autres officiers et avec Rade Malobabić, un de ses collaborateurs depuis 1913, puis jugé en 1917 à Salonique devant un tribunal militaire, du 20 mars au 23 mai.

Il aurait participé à des « activités subversives » dans le cadre de l'organisation secrète « Уједињење или смрт » ainsi que Rade Malobabić et Muhamed Mehmedbašić, le seul des six

Conspirateurs de Sarajevo qui avait réussi à s'échapper, qui ont été accusés d'une tentative d'assassinat contre le prince régent en août 1916.

Avoir jugé Aleksandar. Dimitrijević-Apis, huit autres officiers et Rade Malobabić ont été arrêtés et inculpés le 23 mai 1917 pour trahison et condamnés à mort.

La plupart des condamnés, cependant, ont été graciés et libérés après avoir purgé de courtes peines. Seuls Dimitrijević-Apis, le major Velimir Vuletić et Rade Malobabić n’ont pas été graciés.

Le 12 juin 1917 ces trois condamnés ont été exécutés dans un champ à proximité de Salonique.

En 1953, à Belgrade, une monographie sur la « Vérité sur le procès de Salonique » (« Истина о Солунском процесу ») de Borivoje Nešković, a publié un texte de quatre pages : Dimitrijević-Apis le 28 mars 1917 a été amené devant un tribunal d'officiers au cours de l'audience contre lui et d'autres prévenus et il a librement admis avoir planifié la tentative d'assassinat contre l'archiduc François-Ferdinand (cf. un fac-similé complet de ce texte incluant la translittération dans Nešković [1953 :

276-281]).

Pendant la Seconde Guerre mondiale, après l'occupation de Belgrade par les troupes allemandes, un exemplaire de ce texte a été trouvé au ministère serbe des Affaires étrangères et publié en Allemagne [Uebersberger 1943; Nešković 1953 : 276] .1

Dans ses aveux, Dimitrijević-Apis écrit :

« Je l'ai fait parce que je sentais que l'Autriche se préparait à une guerre avec nous, je croyais qu'en raison de la disparition de l'héritier autrichien du trône, le parti de la guerre et le courant dont il était à la tête, perdraient de leur force et qu'ainsi le danger de guerre serait écarté pour la Serbie, ou du moins qu’il serait reporté.

J’ai commandé à Malobabić à l'occasion de la visite annoncée de Ferdinand à Sarajevo d’organiser une tentative d'assassinat contre lui.

[. . .] Malobabić a exécuté mon ordre, a organisé l'attaque et l'a exécutée. »

Le détail suivant du texte confessionnel d'Apis est maintenant important. Sur

Le passage marqué par des points dans la citation précédente se poursuit immédiatement :

« Je n'ai décidé de le faire que lorsque Artamanov (l’attaché militaire russe à Belgrade) m'a assuré que la Russie ne nous laisserait pas tomber [littéralement : sans défense] si nous étions attaqué par l'Autriche (à la suite de l’attentat). »

Dimitrijević-Apis a toutefois poursuivi qu’il n'a rien communiqué à son interlocuteur à cette occasion de ses intentions d'assassinat.

Le colonel Viktor Artamanov (Artamonov dans d'autres sources), l'attaché militaire russe à Belgrade, avait déjà fait de la propagande et soutenu activement la « Main Noire » [Albertini 1952 : 83 sq.]. Après la 1ère guerre mondiale Artamanov a ouvertement admis ses étroites relations avec

Dimitrijević-Apis admis.

Après la guerre également, le capitaine Alek sandr Večkovskij, employé d'Artamanov en 1914, a contredit son ancien patron et son partenaire serbe en témoignant que Dimitrijević-Apis avait informé Artamanov de l'attaque prévue et qu’ il (Artamanov) avait fait des recherches auprès d'organismes officiels non identifiés à Saint-Pétersbourg sur les conséquences possibles d'un tel acte [ibid. : 86, note 1 ;King, Woolmans 2013 : 181 sq.].

Selon les aveux de Dimitrijević Apis, Artamanov a également fourni les moyens financiers d'un « мали хонорар », que le « главниучесници његови », c'est-à-dire les principaux participants à l'attentat, par l'intermédiaire de Radе Malobabić [Nešković 1953 : 278].

Il est à noter que la publication des aveux de  Dimitrijević-Apis par Borivoje Nešković de 1953 ne sont pas passés complètement inaperçus (cf. par exemple [Gavrilović 1955]), mais ils n’ont pas encore reçu aujourd’hui l'attention qu'il mérite.

 Dans les innombrables présentations récentes de la préhistoire de la Première Guerre mondiale, aucune ne fait référence à ce texte y compris le livre très commenté discuté « Les somnambules. Comment l'Europe…… » par Christopher Clark, dans lequel il est même expressément précisé que Dimitrijević-Apis « n'a laissé aucun compte rendu direct de ses motivations » [Clark 2012 : 48] - une déclaration qui ne s'applique clairement pas.

La contribution a donc principalement pour but que les aveux du principal organisateur de l'attentat fatidique du 28 juin 1914 soient pris en compte.

Bibliographie

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Albertini L., The Origins of the War of 1914, 2: The Crisis of July 1914. From the Sarajevo

Outrage to the Austro-Hungarian General Mobilization, London, 1952.

Bühler 1960

Bühler J., Vom Bismarck-Reich zum geteilten Deutschland, Berlin, 1960.

Cafferky 2013

Cafferky J. P., Lord Milner’s Second War. The Rhodes-Milner Secret Society; the Origin of World

War I; Аnd the Start of The New World Order, S.l., 2013

Clark 2012

Clark Chr., The Sleepwalkers. How Europe Went to War in 1914, London, 2012.

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Gavrilović St., “New Evidence on the Sarajevo Assassination,” The Journal of Modern History,

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Gooß 1930

Gooß R., “Gutachten des Sachverständigen Vortragenden Legationsrats Dr. Roderich Gooß.

Das österreichisch-serbische Problem bis zur Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien,

28. Juli 1914,” in: E. Fischer, C. Bohm-Schuch, Hrsg., Die Vorgeschichte des Weltkrieges. Im

Auftrage des Ersten Unterausschusses . . . , 10, Berlin, 1930, 1–302.

King, Woolmans 2013

King G., Woolmans S., The Assassination of the Archduke. Sarajevo 1914 and the Murder that

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Kiszling 1953

Kiszling R., Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este. Leben, Pläne und Wirken am

Schicksalsweg der Donaumonarchie, Graz, Köln, 1953.

Leonhard 2014

Leonhard J., Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs, München, 2014.

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Nešković 1953

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Rose 2011

Rose A., Zwischen Empire und Kontinent. Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg,

München, 2011.

Uebersberger 1943

Uebersberger H., “Das entscheidende Aktenstück zur Kriegsschuldfrage 1914,” Auswärtige

Politik. Monatshefte des Deutschen Instituts für Außenpolitische Forschung, 10/7, 1943, 429–438.

———1958

Uebersberger H., Österreich zwischen Russland und Serbien. Zur Südslawischen Frage und der

Entstehung des Ersten Weltkrieges, Köln, Graz, 1958.

Sosnosky 1929

Sosnosky Th., von, Franz Ferdinand. Der Erzherzog=Thronfolger. Ein Lebensbild, München,

Berlin, 1929

Williamson 1991

Williamson S. R., Jr., Austria-Hungary and the Origins of the First World War, Houndmills,

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Williamson, May 2007

Williamson S. R., Jr., May E. R., “An Identity of Opinions: Historians and July 1914,” The

Journal of Modern History, 79, 2007, 335–387.

 

Edited by loki
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J'ai était bien entendu au courant de la responsabilité d'une faction des SR Serbe, mais que les services russes est donné leurs accords m'étonnent vu qu'il s'agit ici tout de même un régicide et que le famille impériale russe payait déjà un lourd tribu à ce type d'attentat.  EDIT il est bien indiqué que Dimitrijević-Apis a toutefois poursuivi qu’il n'a rien communiqué à son interlocuteur à cette occasion de ses intentions d'assassinat.

Edited by collectionneur
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il y a 42 minutes, loki a dit :

« Je n'ai décidé de le faire que lorsque Artamanov (l’attaché militaire russe à Belgrade) m'a assuré que la Russie ne nous laisserait pas tomber [littéralement : sans défense] si nous étions attaqué par l'Autriche (à la suite de l’attentat). »

Dimitrijević-Apis a toutefois poursuivi qu’il n'a rien communiqué à son interlocuteur à cette occasion de ses intentions d'assassinat.

J'ai du mal à comprendre quelles assurances il a pu avoir. Artamanov lui a dit que la Russie ne laisserait pas la Serbie sans défense si elle est attaquée par l'Autriche-Hongrie... mais en prenant en compte que c'était en réplique à un attentat ou pas ?

 

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Il y a des incertitudes sur ce point :

artamatov a toujours nié avoir eu connaissance.

apis a indiqué qu'il avait pris des garanties auprès des russes mais sans préciser ce qu'il avait vraiment dit et en indiquant ne pas avoir révélé la cible ( et en obtenant un financement via artamatov )

un adjoint de artamatov ou apis a indiqué par contre que artamatov avait eu connaissance de la totalité de l'attentat et qu'il avait contacté certains responsables en Russie avant de donner le feu vert à l'attentat.

il faut rappeler qu'en 1914, c'est le parti de la guerre qui mène le jeu en Russie et qu'une première tentative de créer un conflit avec l'Allemagne n'a été évité de justesse début 1914 à l'occasion de la crise liman von sanders ce qui a entraîné le renvoi du chancelier russe trop pacifique par le tsar et les bellicistes du conseil...

bref c'est un domaine historique encore incertain (sur ce qui a vraiment été dit et surtout à qui en Russie) mais qui sera creusé si les archives russes reouvrent ....

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